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Flugpanzer, Roboter und ein Hund



Rolf Hansen, eigentlicher Kommandant der Panzerstaffel „Roter Tiger“, der für dieses Unternehmen unter dem Befehl von Irma Steinhauer stand, hatte eine äußerst komplizierte Aufgabe zu erledigen. Er musste 200 Flugpanzer in einem Geplänkel binden und von den schwach gepanzerten Truppentransportern mit den Elite-Kämpfern ablenken. Der schwierigste Teil aber war, den Feind in möglichst unbewohntes Gebiet zu locken. Opfer unter der Zivilbevölkerung sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

»Frontalangriff!«, bellte er ins Mikrophon. »Zieht das Feuer der Feinde auf euch. Verteidigt wird sich nur mit leichten Waffen.«

Im letzten Augenblick konnte Rolf Hansen mit seinen acht Flugpanzern die zahlenmäßig weit überlegene Flotte des SD-Militärs von Irmas Verband „Zartbitter“, bestehend aus fünf großen Transportgleitern und zwei Ragnarök, ablenken. Diese begannen gerade die große Pforte des Schwarzen Palastes unter Beschuss zu nehmen. Aus der Luft angegriffen, hätten auch die waffenstarrenden Festungen Probleme bekommen.

Die Ragnarök konnten mehr Treffer einstecken, als die leichteren „Wolkenspringer“, mit denen das berühmt berüchtigte Geschwisterpaar, Geraldine und Ragnar, die Gates von ihrem Anwesen gerettet hatten. Ein Miniaturkraftwerk lieferte den mächtigen Motoren fast unbegrenzte Energie. Trotz der beeindruckenden Größe der Flugpanzer war es sehr eng in den Fahrzeugen. Dafür stellte die Panzerung das Nonplusultra der aktuellen Waffentechnik dar.

Wie ein Rudel Hyänen stürzten sich 200 fliegende Tanks auf den vermeintlich unterlegenen Gegner. Schwere Treffer gingen immer wieder auf die acht gut sichtbaren Kampfmaschinen von Hansen nieder. Das leichte Abwehrfeuer der Giganten erzielte bewusst nur kleinere Schäden bei denn immer aggressiver angreifenden Flugpanzern des SD-Militärs.

»Eine starke Panzerung allein genügt eben nicht, um eine Schlacht zu gewinnen«, posaunte Adam Custer, Brigadegeneral und Kommandeur der 7. Panzer-Luftflotte, schon siegessicher. Er beobachtete die Luftschlacht, in sicherem Abstand, von einem großen gepanzerten Luftgleiter aus. »Bald können wir unserem Meister einen grandiosen Sieg melden.«

Rolf Hansen war sehr zufrieden mit seinen Leuten. Es war das erste Gefecht mit den neuen Flugpanzern, das seine Leute unter realen Bedingungen erlebten. Jeder aus seiner Truppe hatte schon Hunderte von Stunden in Simulatoren verbracht und konnte auf jede nur denkbare Situation in einer Luftschlacht reagieren. Aber dies war die Realität. Hier konnte jeder Fehler mit dem Tode bestraft werden. Vollgepumpt mit Adrenalin arbeiteten seine Leute mit höchster Konzentration an ihren Plätzen. Fragen des Kommandanten wurden kurz aber präzise beantwortet. Die waghalsigen Flugmanöver hätten bei jedem ungeübten Menschen zum Erbrechen geführt, nicht aber bei diesen gut geschulten Frauen und Männern.

»Absetzbewegung „Verletzter Vogel“ einleiten«, befahl Hansen seiner Staffel. Feiner Schweiß stand auf seiner Stirn. Jetzt nur keinen Fehler machen, dachte er, es ist bisher alles gut gelaufen.

Die silberglänzenden Monster, Produkte einer eigenständigen Zivilisation unbeugsamer Geister, kamen immer öfter ins Torkeln. Einer nach dem anderen suchte sein Heil in der Flucht. Die Antigravitationsmotoren der Flugpanzer schienen zeitweise auszufallen, denn immer wieder sackte einer dieser Riesen zwanzig bis dreißig Meter durch und konnte sich erst kurz vor dem Boden wieder abfangen. Dabei wurden „rein zufällig“ Panzer des SD-Militärs, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, zerstört.

»Nicht übertreiben, Leute«, mahnte Hansen und schüttelte dabei schmunzelnd mit dem Kopf. »Sie fallen auf unsere Taktik herein. Der eigentliche Kampf soll erst weit außerhalb der Stadt beginnen.«














 


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